Winter_Baum_Schnee (Quelle: Land OÖ, Franz Linschinger)

Die ersten Jahre

1986 wurde versucht, in jedem Viertel ein Modelldorf zu finden, das baulich nur wenig verändert war. Dies zeigte sich aber schwieriger als erwartet. "Heile" also baulich intakte Ortsbilder waren nach der Umbau- und Neubauwelle der 60er Jahre kaum mehr in Dörfern vorhanden bzw. es war die Bevölkerung nicht bereit, eine Dorfentwicklung zu beginnen.

Die Gemeinde Dorf an der Pram hat sich von sich aus für das neue Programm Dorfentwicklung angeboten. Treibende Kraft war Amtsleiter Strasser, der sich bereits intensiv mit der Dorferneuerung in Bayern und Niederösterreich beschäftigt hatte. Das Ortsbild entsprach aber nicht den ursprünglichen Kriterien. Das Engagement der Gemeinde überzeugte aber dennoch und so wurde Dorf an der Pram die erste Dorfentwicklungsgemeinde Oberösterreichs.  Als 2. Dorf wurde Jetzingerdorf in der Gemeinde St. Roman ausgewählt, ein Dorf das baulich noch weitgehend intakt war, die Bereitschaft der Bevölkerung zur Dorfentwicklung war jedoch recht bescheiden. Dies änderte sich auch kaum nach dem Dorfentwicklungsprozess, der von der Uni in Graz unter Prof. Riepl geleitet wurde.

In einer gemeinsamen Exkursion mit den beiden Dörfern wurden Dorferneuerungsprojekte im Bayerischen Wald besichtigt.